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Der Netzpython (Broghammerus reticulatus) sowie der dunkle Tigerpython (Python bivittatus) gehören neben dem Felsenpython (Python sabae) und der großen Anakonda (Eunectes murinus) zu den größten Schlangen dieser Welt. Umso  interessanter ist die Haltung von diesen Großpythons in den eigenen vier Wänden. Beide Schlangen sind schon länger in der Terraristik vertreten und es gibt mittlerweile für fast jeden Geschmack eine Farbvariante oder einen Morph. Hier möchte ich euch eine kleine Beschreibung zur Haltung und Pflege vom Netz- und dunklen Tigerpython geben. Alle Angaben beziehen sich auf meine eigenen Erfahrungen, die ich mit diesen Tieren sammeln konnte. Ausführlichere Informationen im Bezug auf Haltung, Pflege und Zucht von Großpythons findet ihr in fachbezogenener Literatur, die in jedem Fall vorzuziehen ist...

"Literatur und Tipps"

Luftfeuchtigkeit:

Die Luftfeuchtigkeit sollte mindestens 60%, besser 75%, betragen. Diese Luftfeuchte erreicht man am besten durch ein großes Wasserbecken oder durch mehrmaliges Besprühen des Terrariums mit warmen Wasser. Nachts sollte sich die Luftfeuchte etwas heben, dies geschieht meist automatisch durch die Nachtabsenkung, womit wir beim nächsten Punkt wären.

Temperatur: 

Die Temperatur im Terrarium sollte ungefähr bei 24°C (nachts) bis 29°C (tags) liegen. Wichtig ist, dass nachts die Temperatur nicht unter 22°C fällt und tagsüber nicht auf 33°C ansteigt. Am besten steuert man die Temperatur durch einen Regler, damit ein konstantes Einhalten möglich ist. Es gibt verschiedene Heizmöglichkeiten, die sich in der Terraristik bewährt haben. Heizmatten, Heizkabel und Keramikstrahler gehören zu den besten Wahlen eines Python-Terrariums. Alle Heizmöglichkeiten sollten immer gesichert werden, damit sich das Tier nicht verbrennen kann.

Beleuchtung:

Eine Beleuchtung des Terrariums ist nicht unbedingt erforderlich, da Riesenschlangen kein UV-Licht benötigen. Außerdem werden beispielsweise Netzpythons bei zu krellem Licht leicht aggressiv. Deshalb sind gedämpfte Leuchtstoffröhren oder punktuell strahlende Spots völlig ausreichend. Wichtig ist, dass die Leuchtmittel nicht zu heiß werden und abgesichert sind. Schon des Öfteren haben Pythons eine Lampe als Klettermöglichkeit genutzt und sich tödlich verletzt, ähnlich wie bei den genannten Heizmitteln, sollte man also Lampen schützen.

Futter:

Gefüttert wird entweder mit lebenden, frisch getöteten oder gefrorenen Tieren.

Gefrorene Futtertiere sollte man natürlich vor dem Verzehr auftauen.

Jungschlangen bis zu einem Jahr kann man einmal pro Woche füttern.

Danach setzt man das Futterintervall etwas herunter und füttert nur noch alle zwei Wochen, mit einem geeigneten Futtertier. Junge Schlangen können mit Mäusen, kleinen Ratten und Kücken gefüttert werden. Nach ca. einem halben Jahr kann man dann Ratten und Junghühner verfüttern. Ab einer Länge von drei Metern verfüttert man auschliesslich Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Masthühner in geeigneter Menge und Größe. Bei der Fütterung sollte man größte Vorsicht walten lassen, da schon minimaler Geruch von Futtertieren zu Bissunfällen führen können. Deshalb immer Hände waschen!

Winterruhe:

Eine Winterruhe ist nicht unbedingt notwendig, kann aber zu einer verbesserten

Fruchtbarkeit führen. Hier für verringert man die Temperatur ab Herbst über Wochen langsam auf ein Niveau von ca. 26° C. Auch die Nachttemperatur kann etwa 2°C gesenkt werden. Ab März kann man dann, in langsamen Schritten, wieder die Temperatur ansteigen lassen. So dass im April die Temperaturen wieder die regulären Werte annehmen.

Geschlechtsreife:

Großpythons erreichen die Geschlechtsreife meistens im Alter von zwei bis vier Jahren. Ausnahmen sind bei guter Fütterung jedoch möglich. 

Anzumerken ist, dass alle Pythons Einzelgänger sind und eine Gruppenhaltung nur schlecht zu verwirklichen ist, da anfallende Arbeiten im Terrarium um ein vielfaches erschwert werden. Die Haltung von zwei männlichen Tieren kann außerdem zu tödlichen Kommentkämpfen führen.


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